04.12.2018 – Leserbrief von Jürgen Rheintal

Veröffentlicht in der RHEINPFALZ:

„Rechte dürfen Hauptstraße blockieren – sind Polizei und Kreisverwaltung noch zu retten?
Nur zur Ergänzung des RP Berichtes vom Montag: Die Hauptstraße war am Nachmittag voll mit Autos, Besuchern und Anwohnern die zum Weihnachtsmarkt wollen. Das Ende der Hauptstraße wurde von der Polizei entgegen den Ankündigungen der Kreisverwaltung zwei Stunden gesperrt, um dem „Herrn Kurz“ eine Zwischenkundgebung zu ermöglichen. Die logische Folge: Alle Fahrzeuge stauen sich auf der Hauptstraße. Genervte Autofahrer wenden auf der engen Hauptstraße (=Einbahnstraße) und fahren gegen die Fahrtrichtung über Gehsteige, durch Parkbuchten zurück zur Landauerstraße! Ein Wunder, dass nichts passiert ist.

Mal ehrlich – diese Entscheidung der Polizei/und oder Kreisverwaltung ist nicht zu verstehen. Passanten, Familien mit Kindern, Besucher des Weihnachtsmarktes werden gefährdet, um dem sogenannten Frauenbündnis Kandel des „Herrn Kurz“ auch in der Innenstadt eine Plattform für seine hasserfüllten Parolen zu bieten. Das geht entschieden zu weit.

Der „Herr Kurz“ holt jetzt auch noch zur Unterstützung seine Gelbwesten Freunde aus Frankreich nach Kandel. Wie die in Paris gewütet haben, hat wohl jeder am Wochenende mitbekommen. Wollen wir das auch hier? Wie kann man nur eine Rechtsextreme Demonstration am Weihnachtsmarktwochenende durch die Innenstadt genehmigen? Kann mir das mal jemand erklären?

Derweilen wird der Name unserer Stadt durch das rechtextreme Bündnis „Kandel ist überall“ bei einer Demo am Brandenburger Tor in Berlin für Rechtsradikale Zwecke missbraucht.
Am 27. Dezember will der „Herr Kurz“ wieder nach Kandel kommen. Der Mann hat keinerlei Mitgefühl, Anstand und Respekt vor den Eltern von Mia und deren Trauer. Diejenigen, die ihn dabei unterstützen, sollten sich schämen.“

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