10.10.2018 – Leserbrief von Thomas Jäger

Leserbrief von Thomas Jäger, veröffentlicht in der Rheinpfalz am 10.10.2018:

Es reicht!

Schon wieder marschiert Das „Frauen“-Bündnis durch Kandel. Schon wieder durch Wohngebiete. Schon wieder sind Straßen gesperrt, Geschäfte schließen ab Mittag. Schon wieder überschreitet dieser Marsch Lärmschutzgrenzen. Schon wieder sind hunderte Polizeikräfte im Einsatz, die bei Verstößen gegen Auflagen nicht sofort eingreifen.

Und wofür? Nicht wegen der angeblichen „Sicherheit für Frauen“ oder des Unmuts gegen die Regierung. Kandel dient einzig und allein als Bühne für einen Herrn K., der mit seiner Jünger*innen-Schar durch unsere Straßen zieht. Er möchte sich als „Helfer“ und „Beschützer“ von uns Kandeler Bürger*innen darstellen, um in den sozialen Netzwerken mit schönen Bildern seine Anhänger*innen zu überzeugen, dass Kandel seine Hilfe brauche.

Und was wird dagegen getan? Eine überforderte Kreisverwaltung lässt alles geschehen. Viele Kandeler*innen sind der Meinung, die anderen Gegendemos provozierten nur noch mehr Herrn K., der daraufhin immer wieder komme. Doch die Erfahrung aus anderen Kommunen, die von rechten Aufmärschen geplagt werden zeigen, dass Nichtstun nichts bringt. Doch der Unmut gegen diese Aufmärsche steigt in Kandel (siehe deren Engagement in der Siedlung). Und so wünsche ich mir, dass endlich viele Kandeler*innen sich wehren mit Humor und Witz, mit Fantasie, damit Herr K. und seine Jüngerschaft merken, dass wir sie hier nicht brauchen.

Ich wünsche mir eine Kreisverwaltung, die für ihre Bürger*innen da ist, statt sich verzagt und machtlos zu geben. Wenn wir hier in Kandel eines sind, dann eine gute Gemeinschaft, fröhlich, bunt und tolerant. Und gemeinsam werden wir es schaffen, unsere Stadt wieder selbst bestimmend mit Leben zu füllen. Dafür steht auch „WIR sind Kandel“, dafür stehen alle, die sich mit Kandel solidarisieren. Damit ab November keine Hubschrauber mehr kreisen, wir in den Geschäften bis abends einkaufen können und unsere Feste so feiern, wann und wie wir es wollen. Dafür brauchen wir keinen Herrn K. und kein „Frauen“-Bündnis. Es braucht nur Mut, Engagement, Gesprächsbereitschaft und einfach „Kandeler Lebensart“.

 

Das könnte Dich auch interessieren …