12.12.2018 – Leserbrief von Helga Trauth

Veröffentlicht in der Rheinpfalz am 12.12.2018 als Antwort auf die Unterstellung, dass WsK nur deshalb den Brückenpreis bekommen hat, weil Malu Dreyer selbst zum harten Kern von WsK gehört (Leserbrief von Helga Hack, Rheinpfalz, 11.12.2018):

„Bravo, Frau Hack, Sie sind die erste von den Neidbürgern, die auf die Verleihung des Brückenpreises an“ Kandel Aktiv“ und „Wir sind Kandel“ in der Rheinpfalz reagiert hat. Ich kann Ihnen versichern, dass unsere großartige Ministerpräsidentin Malu Dreier nicht zum harten Kern unseres Bündnisses gehört. Sie steht zu uns, wie so viele andere anständige Menschen auch, die sich gegen Ihre widerlichen Aufmärsche in Kandel wehren.

Ihr Leserbrief trieft geradezu vor Neid und bösartigen Vermutungen.

Diese 40 Menschen, die zum harten Kern von „Wir sind Kandel“gehören, sind überwiegend Kandler Bürger, die z.B. die Gegendemos , Kunstaktionen, Infoveranstaltungen, Infostände und Familienfeste organisieren.

Und ja, wir sind stolz auf diesen Preis! Aber diesen Preis haben nicht nur wir 40 Menschen bekommen, sondern alle Menschen, die sich hier in Kandel seit einem Jahr mit aller Kraft gegen die rechten Aufmärsche stemmen, die mit Rede- und Musikbeiträgen unsere Demos unterstützen, die Leserbriefe schreiben und vor allen Dingen auch den großartigen und mutigen Menschen in den Wohngebieten, die klar machen, dass die Rechtsextremen nicht willkommen sind. Dazu gehören auch die Demoteilnehmer, die jedem Wetter trotzen, SPD- und Grünen-Abgeordnete, die Mitarbeiter der Stadtverwaltung , des Bauhofes, unsere Bürgermeister, die Kirchen, einige Geschäftsleuten, die Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter. Wir danken auch der Rheinpfalz für ihre Berichterstattung. Und dem Chawwerusch-Theater und dem DGB, die uns ganz großartig unterstützen. Man kann die Liste unendlich fortsetzen. An dieser Stelle möchte ich diesen Menschen einmal meinen Dank und meinen Respekt aussprechen. Ohne Sie/Euch geht gar nichts. Danke, dass es Euch/Sie gibt!

Und wir haben viel erreicht. Das sogenannte Frauenbündnis ist in Kandel inzwischen von strammen Rechten zu weinerlichen Memmen mutiert und muss sich sogar in Frankreich bei der Gelbwestenbewegung neue Mitstreiter suchen. Hatten Sie auch eine gelbe Weste an, und wenn ja, warum eigentlich?

Und, Frau Hack, warum engagieren Sie sich eigentlich nicht in Eschbach?

Aber, wo viel Schatten ist, ist auch viel Licht. Noch nie in meinem Leben, habe ich innerhalb eines Jahres so viele großartige, anständige und mutige Menschen kennen gelernt wie in diesem schweren Jahr. Menschen, die sich vor einem Jahr nicht einmal gekannt haben und die sich heute blind vertrauen, unterstützen und zusammen halten. Und dafür bin ich sehr dankbar.“

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